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Die Umstellung auf digitales Fernsehen in Deutschland
Mittwoch, 01. Dezember 2004


Im August 2003 lief die Umstellung auf digitales terrestrisches Fernsehen (DVB-T) in Berlin/Potsdam an und wurde von der Bevölkerung ausgesprochen positiv aufgenommen. Der mittelfristig geplanten Versorgung des gesamten Bundesgebietes mit DVB-T steht damit nichts mehr im Wege. Die Digitalisierung des terrestrischen Fernsehempfanges erfüllt dabei nicht nur Vorgaben der Europäischen Union, sondern bringt auch Verbesserungen und Neuerungen für den Endverbraucher.

Einerseits führt digitaler Empfang zu verbesserter Bildqualität, da Signalstörungen durch das Empfangsgerät herausgerechnet werden können. DVB-T eignet sich zudem für die Ausstrahlung von HDTV (High Definition Television), was durch eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln nie da gewesene Bildschärfe und Farbtreue im nativen 16:9-Format bei 5.1-Surround-Sound ermöglicht. Durch Komprimierung des Daten-stromes macht die digitale Ausstrahlung darüber hinaus eine effektivere Nutzung der vorhandenen Bandbreiten möglich, so dass über DVB-T erheblich mehr Kanäle ausgestrahlt und empfangen werden können als über den bisherigen analogen terrestrischen Rundfunk.

Gleichzeitig bietet DVB-T mehr Mobilität als Satelliten- und Kabelempfang, da die Empfangsantenne der Geräte nicht größer als ein Bleistift sein muss und sich problemlos in portable (Kleinst-)Geräte integrieren lässt.
Damit stellt DVB-T eine ernst zu nehmende Konkurrenz für Satelliten- und Kabelnetz-Betreiber dar, zumal die Nachrüstung alter Geräte per Set-Top-Box denkbar einfach ist und keine über die allgemeine Rundfunkgebühr hinausgehenden monatlichen Kosten entstehen.

Aber nicht nur auf dem Markt der Netzbetreiber wird die Umstellung auf digitales Fernsehen in Deutschland zu Strukturveränderungen führen. Insbesondere auch die Werbebranche wird sich den veränderten Bedingungen anpassen müssen. Durch die digitale Kanalvielfalt verteilt sich die große Reichweite des Werbeträgers Fernsehen zunehmend auf viele kleine Spartenkanäle. Werbebotschaften per Gieskannenprinzip an die breite Masse zu bringen, ist damit nicht mehr praktikabel – vielmehr gewinnt die zielgruppenabhängige Senderwahl für Werbespots und Product Placement in Sendungen noch mehr an Bedeutung als bisher.

Die eigentliche Umwälzung des Fernseh- und damit auch des Werbemarktes steht allerdings noch bevor: Kabelnetzbetreiber arbeiten an der Rückkanalfähigkeit ihrer Netze, um den Mehrwert und damit die Konkurrenzfähigkeit eines kostenpflichtigen Kabelanschlusses zu erhalten. Rückkanalfähige Fernsehdienste werden zu stark individualisierter Fernsehnutzung führen und den klassischen Werbeblock nahezu bedeutungslos werden lassen. Zugleich eröffnen sich gänzlich neueWerbemöglichkeiten über interaktive, auf den Nutzer individuell zugeschnittene Werbebotschaften.

Die Digitalisierung des terrestrischen Fernsehens stellt damit nur den ersten Schritt in ein neues Fernseh-zeitalter dar, das sowohl in der Gesellschaft als auch in der Medienlandschaft zu tiefgreifenden Strukturverän-derungen führen wird.


Autorin: Marika Rapeli