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Immer alle 4 Ohren offen halten!
Donnerstag, 19. Juni 2003


"Was kommt heute Abend eigentlich im Fernsehen?", fragt Freddy. "Mein Gott, dass du immer so bequem sein musst! Schau doch selbst nach!" antwortet Franzi.

Wer kennt diese Situation nicht?

Eine einfache Frage, die mit einem pampigen Satz beantwortet wird, weil die Frage missverstanden wurde.

Woran liegt das? - Ganz einfach: Wir hören mit vier Ohren. Vier Ohren? "Schwachsinn!", wird mancher denken.

Doch das ist es keinesfalls!

Bei all dem, was wir sagen, wird nicht nur eine Botschaft transportiert, sondern vier Botschaften gleichzeitig und je nachdem, mit welchem Ohr wir hinhören, werden Missverständnisse entweder vermieden oder gerade erst recht provoziert.

Aber mit welchen vier Ohren können wir denn hören?

Zuerst wäre da das `Sach-Ohr`. Es hört auf den Inhalt der Nachricht. Empfänger, die dieses Ohr "auf Empfang gestellt" haben, könnten auf die Frage "Was kommt heute Abend eigentlich im Fernsehen?" antworten: "Es kommt ein schöner Spielfilm." Zu Missverständnissen führt dies dann nicht, wenn der Fragensteller genau diese Information wissen wollte.

Im oben genannten Beispiel war aber ein ganz anderes Ohr wachsam: das `Appell-Ohr`.

Es hat der Botschaft entnommen: "Schau doch mal nach, was heute Abend im Fernsehen kommt!" Franzi scheint öfters etwas für Freddy machen zu müssen, was er im Grunde eigentlich selbst tun könnte, wenn er nicht zu faul dazu wäre. Die Reaktion auf die Frage erscheint daher nicht verwunderlich.

Vielleicht wollte Freddy aber seine Nachricht auf einem ganz anderen Ohr gehört haben wollen. Möglicherweise wollte sie Freddy ja gar nicht zum Blick in die Fernsehzeitung bewegen. Franzi hätte genauso gut verstehen können: "Wollen wir beide uns mal wieder einen gemütlichen Fernsehabend machen mit einer Flasche Wein?", wenn sie mit dem `Beziehungs-Ohr` hingehört hätte.

An dem, was Franzi geantwortet hat, ist jedoch schon deutlich zu erkennen, dass sie gereizt war und mehr auf das geachtet hat, was bei dieser Frage in ihr vorging.

Hätte sie Freddy mit dem `Selbstoffenbarungs-Ohr` zugehört, hätte sie vielleicht herausgehört: "Ich will heute Abend mal nicht weggehen. Ich möchte lieber zu Hause bleiben und fernsehen."

Dieses Beispiel zeigt, dass jeder Mensch - obwohl er anatomisch gesehen nur zwei Ohren hat - mal mehr mal weniger mit einem Ohr oder mit zwei, drei oder vier Ohren gleichzeitig zuhören kann. Ebenso können wir mit bis zu vier Mündern gleichzeitig sprechen, obwohl rein akustisch nur eine Aussage zu hören ist.

Das im Beispiel verdeutlichte "Vier-Ohren-Modell" geht auf den Kommunikationspsychologen Friedemann Schulz von Thun zurück. Er ging Kommunikationsproblemen auf den Grund und erkannte, dass sie maßgeblich dann auftreten, wenn der Sprecher auf einen anderen "Sendekanal" eingestellt ist als der Empfänger.

Autorin : Dorti Beger