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Freud und Leid von Gebrauchsanweisungen
Donnerstag, 19. Oktober 2000


Kennen wir nicht alle die Situation, dass wir mit Freude und Stolz ein neues Gerät der Unterhaltungselektronik oder der Haushaltstechnik im Cash- und Carrymarkt preisgünstig erworben haben und uns darauf freuen, dieses Gerät zu Hause in Einsatz zu nehmen?

Ein super Preis, ein wunderbares Design und viele faszinierende technische Versprechen haben uns motiviert, uns für den Kauf zu entscheiden. Zu Hause jedoch für viele oftmals ein schreckliches Erwachen bei dem Versuch der Inbetriebnahme und der Handhabung der Geräte. Selbstklärend ist oftmals nur wenig und man kommt nicht umhin, die Betriebsanleitung zur Hand zu nehmen, um User-Kompetenz zu erwerben.
Wird man wirklich schlauer durch solche Anleitungen? Oftmals fragen wir uns, welch produktferner Mensch die Anleitung konzipiert hat. Wir verzweifeln, wie man es schaffen kann, das An- und Ausmachen eines Gerätes über drei Seiten hinweg zu beschreiben.Um so komplexer die Funktionen werden, um so weniger verstehen wir und
Visualisierungen sind oftmals mehr irritierend denn
orientierend. Viele Hersteller sind den Weg gegangen, die Marktforschung aktiv zur Improvisation von Gebrauchsanleit-
ungen zu nutzen. Bedienerführungen von Handys,
Programmier- und Nutzungshinweise für Videorekorder oder Fernsehgeräte oder das In-Betrieb-Nehmen einer Waschma-schine wird heute in Betriebsanleitungen heute verständlicher und damit verbrauchergerechter dem Konsumenten nahegebracht.

Ein Verdienst der Hersteller, die kompetentere Mitarbeiter zur Konzeption und Entwicklung von Anleitungen eingesetzt haben, aber auch ein Resultat der Marktforschung, die dabei hilfreich zur Seite steht. Bedienerführungen für Handys oder Fernsehgeräte werden unter Einsatz von Computersimulationen via Touch-Screen- Bildschirmen vorab mit Konsumenten praktisch durchgespielt, um zu ermitteln, wo es "knakt". Erstentwürfe von Betriebsanleitungen werden in Test- und Nutzungssimulationen kurzzeitig zum ein- oder zweimaligen Studium Konsumenten zur Verfügung gestellt, um anschließend in Nutzungs- und Handlingaufgaben zu er-mitteln, welches Know-how sich tatsächlich an den "Mann" gebracht hat. Auch das praktische Hantieren mit technischen Geräten ohne Nutzung von Gebrauchsanleitungen bietet viele Hinweise für die Konzeption von Gebrauchsanleitungen. Gängige Methoden hierzu sind Einzelinterviews kombiniert mit praktischen Nutzungs- und Handlingsituationen. Bei komplexeren technischen Gebrauchsanleitungen wird oftmals auch PC-Technik via Touch-Screen-Bildschirm eingesetzt, um festzustellen wie convenient Bedienerführungen sind. Sowohl durch die Methoden der Beobachtung und der anschließenden Befragung wie auch Auswertungen von Nutzungsroutinen sind von Hinweisen sowohl für die Produktoptimierung, vor allem aber für die Konzeption der Ge-brauchsanleitungen möglich. Oftmals reichen dabei Kleinstichproben von 10, 20 oder 30 Konsumenten der intendierten Zielgruppe aus.

Ein Forschungsterrain, das in Zukunft seine Bedeutsamkeit mehren wird, denn welcher Hersteller möchte sich schon im Bewusst-sein des Konsumenten mittels wenig gelungener Gebrauchsanweisungen kontra-produktiv zu seinem "guten" Produkt positionieren? Gebrauchsanleitungen, ein kleines aber sehr relevantes Element des Marketing-Mixes!

Autor : Wolfgang Schlünzen