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Handwerker und andere Menschen
Donnerstag, 19. Oktober 2000


Neben der im MI allgegenwärtigen Programmforschung gibt es eine weitere, oft unbeachtete "Spezialität des Hauses": Studien mit Handwerkern bzw. "Do-it-Yourselfern".

Wir werden oft gefragt, was das Spezifische an dieser Klientel ist und was im Umgang mit derartigen Studien zu beachten ist. Um diese Fragen zu beantworten, sei exemplarisch der Ablauf einer derartigen Untersuchung dargestellt.

Nehmen wir an, Unternehmen X hat einen Fliesenkleber entwickelt und möchte diesen von uns auf seine Verarbeitungsqualitäten hin untersuchen lassen. Was ist zu tun?
Zunächst einmal versucht sich der akademisch verbildete Marktforscher einen Überblick über das Fliesen und Fliesenkleber zu verschaffen und kommt dabei ganz schnell an die Grenzen des hoch gepriesenen Informationsmediums Internet. Also muss ein Fachmann aufgesucht werden, der in knapp 60 Minuten bereitwillig sein gesamtes Wissen weiter gibt und standardmäßig mit dem Satz beginnt: "Ach, wissen Sie, junger Mann, wo soll ich denn anfangen?" Vielen Dank übrigens an dieser Stelle an die ein oder andere "Informationsquelle".

Versehen mit diesen Informationen ist es möglich, einen Fragebogen oder einen Gesprächsleitfaden zu konzipieren, wobei man gleich auf das nächste Problem trifft: Wie bekomme ich Handwerker in ein Teststudio?

Die gesammelten Erfahrungen des MI haben darauf eine eindeutige Antwort: Meistens gar nicht! Es hat sich gezeigt, dass Handwerker am besten bzw. am einfachsten "in Company", d.h. an ihrem Arbeitsplatz zu einem Interview bereit sind. Sollte man dennoch, z.B. wegen einer Gruppendiskussion, Handwerker ins Studio bitten müssen, so sollte man diese Veranstaltung spätestens nach zwei Stunden beenden und höchstens acht Vertreter dieser Zielgruppe einladen. Alle anderen Vorgehensweisen werden sich schlichtweg als unpraktikabel erweisen, denn welcher Handwerker hat schon Zeit und Muße im Teststudio zu sitzen?
Bevor es aber zu einer solchen Veranstaltung kommen kann, steht die Anfrage im Feld an, die immer nach dem gleichen stereotypen Muster abläuft: "Hmm, keine einfache Zielgruppe!". Die damit verbundenen Implikationen dürften klar sein, denn schwierig = teuer!

Warum wir trotzdem gerne Untersuch-ungen mit Handwerkern machen? Es ist eine willkommene Abwechslung vom "Forschungsalltag" und man hat mit Menschen zu tun, die mit beiden Füßen auf dem Boden stehen. Und last but not least weiß man nach Abschluss einer Studie eine ganze Menge über Fliesen und Fliesenkleber, so dass man sich im Baumarkt nicht mehr mit dem "Fachpersonal" rumärgern muss.

Autor : Stefan Feiten