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So erforschen Sender Zuschauerreaktionen
Montag, 30. November 2009


Die Sender träumen davon, den Zuschauern ins Gehirn zu gucken, um die geheimsten Sehnsüchte des Publikums zu bedienen. Schon jetzt werden Pupillenbewegungen analysiert und Veränderungen des Hautwiderstands registriert.

Es ist die Gretchenfrage aller Programmplaner: Was will der Zuschauer sehen? Um das herauszufinden, lassen die Sender vor der Ausstrahlung jedes neues Format, ob Show, Serie oder Film, analysieren.

Dabei verlassen sich die Meinungsforschungsinstitute längst nicht mehr allein auf den klassischen Fragebogen. Da werden Pupillenbewegungen untersucht, um zu prüfen, ob wir eher hin- oder weggucken, wenn der Moderator ein rotes Jackett trägt. Oder es wird fast wie beim Arzt der Puls registriert, damit man weiß, wie wir auf Zoff in einer Soap reagieren.

Unternehmeunruh.jpgn wie die australische Firma Neuro Insight, die auch für RTL arbeitet, messen die Gehirnströme von Probanden, die Werbespots ansehen. Visuelle Aufmerksamkeit, Informationsaufnahme, Merkfähigkeit: Alles gerät in den Fokus der Forschung, die suggeriert, man könne direkt in den Kopf des Zuschauers gucken. Die Ergebnisse sind allerdings nicht immer im Sinne der Werbezeitvermarkter: So stellten die Forscher von Goldmedia bei der Analyse der Pupillenbewegung von Fußballfans fest, dass Bandenwerbung im Stadion am besten bei langweiligen Spielen funktioniert.