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Sind wir alle ein bisschen Wulff?
Mittwoch, 04. April 2012


Doppelte Moral hält besser

Ist es schlau, ein System zu seinen Gunsten zu nutzen und gebotene Möglichkeiten zu ergreifen oder eher dumm? Was ist eine Aufmerksamkeit, was ist Bestechung? Die Grenzen scheinen nicht immer klar zu sein. Deutlich wurde dies aktuell bei der Causa Wulff und auch in der Guttenberg-Debatte.

Die Bevölkerung hat schon klare Vorstellungen davon, was richtig und falsch ist und legt die moralische Latte bei öffentlichen Personen hoch. Eigene Verfehlungen werden jedoch bagatellisiert. Dass Doppelmoral ein Phänomen unserer Gesellschaft ist, ist hinreichend bekannt. Das Monheimer Institut wollte aber einmal genau wissen, wo die Schere zwischen allgemeinem moralischen Wert und persönlichem Verhalten besonders auseinanderklafft.

Im März haben wir in einer bundesweiten Umfrage unter 16- bis 49-Jährigen diverse Verfehlungen abgefragt ("Gibt es eine oder mehrere Personen (Sie eingeschlossen), die Sie persönlich kennen, die sich schon einmal so wie in den folgenden Situationen verhalten haben?") und festgestellt, dass die Causa Wulff (Ferien im Haus von Freunden) oder die Causa Guttenberg (Fremdleistungen als Eigenleistung verkaufen) durchaus Alltag in Deutschland ist:

Urlaub im Ferienhaus von Freunden? Warum nicht?

So kennt die Hälfte der Befragten Personen, die umsonst Urlaub im Ferienhaus von Freunden machen und 37 % des Umfelds der Befragten verkaufen fremde Leistungen als die eigene.

Über weite Teile der möglichen Verfehlungen zeigen sich zwischen Männern und Frauen, genauso zwischen Jüngeren (16 bis 29 Jahre) und Älteren (30 bis 49 Jahre) kaum Unterschiede. Lediglich Dinge wie 'Schwarzfahren mit öffentlichen Verkehrsmitteln', 'Günstigere Kinoplätze bezahlen und teure nutzen' und 'Blaumachen im Job' sind bei Jüngeren stärker verbreitet als bei Älteren.

In der Arbeitswelt wird getrickst

Das Erwerbsleben ist eines der großen Felder, in dem man es mit dem einen oder anderen Wert bzw. mit der einen oder anderen Regel nicht ganz genau nimmt:

Ganz oben steht das Erledigen privater Angelegenheiten während der Arbeitszeit (76 %). Mehr als die Hälfte (60 %) kennt Menschen, die der Arbeit ohne triftigen Grund fernbleiben. Auch kommt es vor, dass man schon mal Büromaterial, Werkzeug o.ä. von der Arbeit mitgehen lässt (42 % im Umfeld der Befragten). Um einen Job zu bekommen, schönt knapp die Hälfe (45 %) aus dem Umfeld der Befragten den Lebenslauf.

Im privaten Bereich ist die Inanspruchnahme von 'Freundschaftsdiensten gegen Entgelt' weit verbreitet (66 % Autoreparatur und 63 % Wohnungs- bzw. Hausrenovierung). Um die Versicherungsbeiträge zu reduzieren, machen 30 % auch gerne mal falsche Angaben. 

Es gibt auch Grenzen

Aktives Tricksen und Betrügen, wie z.B. die Manipulation eines Tachos oder eines Wasser- bzw. Stromzählers oder Zechprellerei sind weniger verbreitet.

Monheim, April 2012