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Coding - Oder wie man viele verschiedene Aussagen zu wenigen aussagekräftigen Kategorien zusammenfasst
Donnerstag, 13. November 2008


Wenn im MI eine quantitative Studie ansteht, heißt es meistens auch, offene Fragen müssen vercodet werden. Von "Was gefällt Ihnen an diesem Produkt?", über "Welche Stimmung bzw. Atmosphäre vermittelt Ihnen diese Sendung?" bis hin zu "Können Sie mir Ihre Meinung bitte begründen?", ist es die Aufgabe des Coders, aus zahlreichen verschiedenen Meinungen, die mit oftmals unterschiedlichsten Worten ausgedrückt wurden, wenige Kategorien zu bilden, in die sich alle offenen Antworten auch möglichst einordnen lassen, um die Frage später sinnvoll auswerten zu können.

Doch das ist manchmal gar nicht so einfach. Schon beim Durchlesen der Antworten stößt man auf mehr oder weniger große Barrieren, wenn nicht jeder Interviewer den Fragebogen in Schönschrift ausgefüllt hat. Zusammen mit Kollegen rätselt man über diversen Hieroglyphen mit Worten wie "Das könnte doch ein 'gefällt' sein?" – "Nein, für mich sieht das eher wie gefehlt aus." Und selbst verschiedene Dialekte, die wortgenau vom Interviewer aufgenommen wurden, sind manchmal eine Herausforderung für uns Coder, denn wer weiß schon, was es bedeutet, wenn als Antwort auf die Frage "Was gefällt Ihnen an dem neuen Wischsystem nicht so gut?" der Satz "Da kann mer den Eemer leicht zordeppern." steht.

Aber beim Coden gibt es auch häufig Amüsantes, denn die Befragten geben meistens spontan wieder, was Ihnen durch den Kopf geht, wie z.B. einige Personen auf die Frage "Was fällt Ihnen spontan zu diesem neuen WC-Duftspüler ein?": "Kann man den auch an die Heizung hängen?", "Reinigt der auch die Toilette, wenn ich nicht spüle?" oder man sich auf die Frage "Was gefällt Ihnen an der Sendung nicht so gut?" durch einen Fünfzeiler mit den Worten "Mir gefällt alles, es gibt nichts, was mir nicht gefällt, ich habe absolut nichts an der Sendung auszusetzen, alles ist okay." kämpft, wo ein einfaches "Nichts." doch als Antwort ausgereicht hätte. Hat man sich erst mal alle Antworten in Ruhe durchgelesen, heißt es, sich zu überlegen, welche Aussagen man unter einem Punkt zusammenfasst, ob "unterhaltsam" zu "lustig" passt, "spannend" zu "nervenaufreibend" oder "liebevoll" zu "romantisch" und dabei die Balance zu finden, nicht zu viele, aber auch nicht zu wenige Kategorien zu bilden, um dann auch möglichst jeden offenen Antworttext einer oder mehreren dieser Kategorien zuordnen zu können.

Hat man dies geschafft und der Codeplan schießt nicht über eine A3-Seite hinaus, kann die vorher offene Frage in eine geschlossene Frage umgewandelt werden und so anschließend eine einfachere elektronische Analyse der Daten vorgenommen werden.