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Let's talk about...'Shades of Grey'
Montag, 04. Februar 2013


Es lässt sich leichter über Sexismus als über Sex reden
Obwohl es alle lesen, wird über das Hauptmotiv nicht gesprochen. Die Leserinnen empfehlen die Bücher nicht, weil sie erotisierend wirken, sondern weil die Geschichte so 'spannend' ist.

fotolia_39810339_xsEndlich ein Porno, bei dem am Ende geheiratet wird fotolia_43022047_xs
Dabei macht natürlich die detaillierte Schilderung sexueller Praktiken die Hauptfaszination des Romans aus. Die Liebesgeschichte ist Leserechtfertigung und bietet das Idyll von Hochzeit, Kindern und Familie – das traditionelle Glücksprogramm also. 

Salonfähiger Dirty Talk
Unsere Untersuchung zeigt: die geschilderte Sexualität fasziniert, stimuliert und schockiert. Die Leserinnen haben so etwas in der Regel noch nie gelesen und sind teilweise auch etwas verschämt. Da die Roman-Trilogie auf der Bestsellerliste zu finden ist, wird das Werk allerdings salonfähig. fotolia_47523303_xs

Ein Plädoyer für Toleranz
Während in den Buchkritiken und Rezensionen abfällig die geschilderte Sexualität und Rollenbilder kritisiert werden, haben die Leserinnen ganz andere Wahrnehmungen. Sie fühlen sich ermuntert, offener für die eigenen Schwächen und die der anderen zu werden. Denn man lernt: jeder hat eine dunkle Seite, hinter der sich Leid verbergen kann. Insofern wirbt der Text für Verständnis und richtet sich in den Augen der Leserinnen gegen vorschnelles Urteilen.

fotolia_44860415_xsUnd die Rollenbilder: Alles kann, nichts (Feminis)muss
Gerade auch im Kontext der aktuellen Sexismus-Debatte ist es bemerkenswert, wie das gezeichnete Frauen- und Männerbild aus 'Shades of Grey' beurteilt wird. Die Leserinnen lernen, dass Sexualität von Männern und Frauen unterschiedlich motiviert ist: Männer wollen spielen, Frauen wollen Liebe.

Während Journalisten das Geschlechterverhältnis bzw. das Frauen- und Männerbild als katastrophal rückständig kritisieren, erleben die begeisterten Leserinnen in der Protagonistin Ana eine moderne, unabhängige und mutige Frau. Man beschreibt sie als Frau, die weiß, was sie will und es auch erreicht und die offene Schilderung von Anas Gefühlen inklusive Zweifeln lässt den Leserinnen ein hohes Identifikationspotenzial. fotolia_48161316_xs

Unterwerfung ist eine subtile Form der Manipulation von Männern
Dem gegenüber ist Christian Grey der Mann aller Träume. Ein solventer, attraktiver Gewinnertyp, der die Frau beschützen und versorgen kann. Hier ist Modernität überhaupt keine Kategorie bei der Beurteilung der Figur, er ist einfach ein Traummann. Er hat durchaus seine Macken, aber die kann – so eine der empfangenen zentralen Botschaften – frau schon umerziehen. Und das gelingt mit unterwürfigem Verhalten.

fotolia_44096319_xsUm die oben genannte Kritik noch einmal aufzugreifen: 'Mommy Porn' und 'vorgestrige' Rollenbilder werden von den Leserinnen völlig anders interpretiert: als Hardcore Sex und moderne Frauenwelten. Es zeigt sich also, dass die Empörung im öffentlichen Diskurs von Wertbildern, Grundhaltungen und Rollenerwartungen an vielen Stellen von dem Wertegefüge im Privaten abweichen.

Neugierig geworden? Sie möchten sich Ihre eigene Meinung bilden? Melden Sie sich bei uns: unter allen Zuschriften verlosen wir Band I: Shades of Grey – Geheimes Verlangen. Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an Liesa Selonke-Braun (Tel. 02173 9537574, Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ) oder Alexandra Schawe (Tel. 02173 9537575, Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ).

* Die Untersuchung wurde in Kooperation mit K&M in Köln und Markt Research in Hamburg durchgeführt. Befragt wurden Frauen im Alter von 18 bis 30 Jahren in psychologischen Tiefeninterviews.