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Lineares Fernsehen ist out? - Mythos oder Wahrheit?
Mittwoch, 23. August 2017


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vod_2In Zeiten einer zunehmenden Nutzung von Mediatheken von TV.Sendern, exzeptionellen Markterfolgen von Amazon Prime, Netflix & Co. und täglichen Nachrichten, dass Werbung klassische Medien verlässt und ihre Zukunft nur noch online stattfindet, ist es ernüchternd, was man vom betroffenen Zuschauer zu diesen Themen erfährt. In unseren Studien zur TV- bzw. Bewegtbildnutzung von Free- und Pay-TV-Angeboten ist das Medium Fernsehen für viele Zuschauer immer noch von großer Bedeutung. Spezial-Sendungen öffentlich-rechtlicher oder privater Sender zu aktuellen Ereignissen und Traditions-Programmmarken erzielen weiterhin außergewöhnliche Quotenerfolge in der linearen Ausstrahlung.

Der Blick auf die unterschiedlichen Generationen zeigt zwar, dass die On-Demand-Rezeption von TV-Inhalten in jüngeren Generationen weiter verbreitet ist als in älteren, aber auch 18-Jährige gönnen sich den ein oder anderen 'Tatort' am Sonntagabend um 20.15 Uhr. Fernsehen ist für die Mehrheit der Zuschauer zudem weiterhin ein wichtiger Teil der eigenen Alltagsstrukturierung und Orientierung im Alltag.

Auf der einen Seite schätzen es viele Zuschauer, gewohnheitsmäßig zu festen Zeiten TV-Formate zu rezipieren, wenn auch zunehmend Product Placement, Sponsoring und Werbung zu dulden ist. Allem Anschein nach hat dabei die Pay-TV-Welt vergessen, dass sie einmal mit dem USP Werbefreiheit angetreten ist.

In der Sportwelt herrscht mittlerweile ein Sportrechtechaos, durch das der Zuschauer nicht mehr durchblickt, dennoch erfreuen sich Liveübertragungen der 1. Fußball-Bundesliga, der Champions League oder von Fußballländerspielen einer regen Zuschauerbeteiligung. Nur selten haben wir ermitteln können, dass man sich ein Topspiel seiner Lieblingsmannschaft drei Stunden nach dem Spiel anschaut. Mit DAZN, dem 'Netflix des Sports' verlieren die etablierten Anbieter, wie z.B. SKY nun auch bei der Übertragung von Live-Sport immer mehr an Exklusivität.

Das Phänomen Second Screen ist zwar auf dem Vormarsch, aber von einer Substitution des First Screen zu sprechen, entspricht nicht der Realität. Zuschauer, die monatlich für TV-Content zahlen, achten mittlerweile sehr genau auf die Kosten. Neue Plattformen bzw. neue Anbieter will man zwar gerne nutzen, aber die monatlich verfügbaren Budgets erreichen mittlerweile Grenzen. Es entsteht ein stärkeres Preisbewusstsein im Umgang mit Paid Content.

Die Welt der Free- und Pay-TV-Angebote ist mittlerweile zudem kompliziert geworden und man hat teilweise erheblichen Rechercheaufwand, um zu erfahren, wie und auf welche Art und Weise man in den Genuss seiner geliebten Programme gelangt. Die Abschaffung von DVB-T und die Neuaufteilung der Übertragungsrechte der 1. Fußball-Bundesliga auf Sky und Eurosport führt z.B. dazu, dass viele Fußballfans bisher noch gar nicht verstanden haben, wo sie in Zukunft Freitags- oder Montagsspiele sehen können. Dass dies ärgert und Kündigungsmotive entstehen lässt, überrascht nicht.

Die Ausweitung der Free- und Pay-TV-Angebote wird von vielen Experten mit einer neu gewonnenen Freiheit für den Zuschauer gleichgesetzt. Tiefenpsychologische Analysen zeigen aber, dass diese Freiheit auch von Stress begleitet ist. Jeden Tag aufs Neue aus der Vielzahl der Angebote entscheiden zu müssen, was man zu welcher Zeit schauen möchte, ist für viele Zuschauer nicht immer angenehm.

Um sich als Anbieter in dieser dynamischen Medienlandschaft beim Zuschauer zu etablieren, ist Wiedererkennbarkeit, Verlässlichkeit und Programmqualität gefragt. Hier haben v.a. namhafte langjährige und erfolgreiche neu entwickelte Programmmarken eine wichtige Funktion. Solche Programmleuchttürme funktionieren übrigens nicht, ohne dass man an ihnen arbeitet. Sie bedürfen einer regelmäßigen Pflege und gelegentlicher Relaunches und Innovationen.

Dem linearen Fernsehen den Untergang zu prognostizieren, dürfte die falsche Einschätzung sein, wenn auch die On-Demand-Rezeption zunehmen wird. Programmqualität zu bieten, ideenreiche neue Programme zu entwickeln und dem Zuschauer mehr Orientierung über Angebote und Kosten zu geben, dürfte der Trend der Zukunft sein.

kontaktFür weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Herrn Wolfgang Schlünzen (Tel.: 02173 9537566, Email: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. )